• Sportkreis Bergstraße und Sportjugend Bergstraße beim Bündnistreffen „Safe Kids“ in Butzbach
    Stärkung des Kinderschutzes im Sport – Austausch, Workshops und wichtige Impulse

    Bensheim / Butzbach, 15. November 2025.
    Der Sportkreis Bergstraße und die Sportjugend Bergstraße waren gemeinsam beim landesweiten Bündnistreffen „Safe Kids“ in Butzbach vertreten. Beide Organisationen befinden sich aktuell im Prozess, dem Bündnis offiziell beizutreten, die entsprechenden Schritte sind eingeleitet und befinden sich in Klärung. Die Teilnahme am Treffen war daher zugleich ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine zukünftige Mitgliedschaft und bot die Gelegenheit, sich frühzeitig in die Strukturen und Inhalte des Netzwerks einzubringen.
    Unter dem Motto „Sicher handeln, wenn’s drauf ankommt!“ kamen Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher hessischer Sportvereine und Verbände zusammen, um sich zu aktuellen Entwicklungen im Kinderschutz auszutauschen und ihre Handlungssicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen zu stärken. Die Veranstaltung wurde von der Sportjugend Hessen organisiert und vom SVP Fauerbach ausgerichtet.
    Eröffnet wurde das Treffen durch den hessischen Kinderschutzbeauftragten Alexander Bauer und die Sportjugend Hessen. Beide betonten die besondere Verantwortung, die Sportorganisationen im Schutz von Kindern und Jugendlichen übernehmen, und unterstrichen die Bedeutung kontinuierlicher Qualifizierung und guter Vernetzung. Der Sportkreis Bergstraße schließt sich dieser Einschätzung ausdrücklich an. Als Dachorganisation von über 300 Vereinen im Kreis sieht er es als zentrale Aufgabe, Orientierung zu geben und aktuelle Entwicklungen in die Region zu tragen.
    Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war der Fachvortrag von Catharina Krämer (macht.Solidarität!), die eindrücklich darstellte, wie Gespräche mit betroffenen Kindern und Jugendlichen gelingen können. Sie erläuterte, wie wichtig ein sensibler, respektvoller und druckfreier Umgang in Krisensituationen ist und welche Fehler unbedingt vermieden werden müssen. Die Perspektive von Betroffenen bildete dabei den Ausgangspunkt für zahlreiche praktische Hinweise, die direkt in die Vereinsarbeit übertragbar sind.
    Im anschließenden Austausch mit Fachkräften aus Jugend- und Kinderschutz, der Polizei und der juristischen Beratung wurden typische Unsicherheiten thematisiert, die in Vereinen auftreten können, wenn Verdachtsmomente oder belastende Situationen auftreten. Die Diskussion zeigte, wie entscheidend klare Abläufe, realistische Selbsteinschätzung und ein verlässliches Netzwerk an Ansprechpartnern sind.
    Am Nachmittag standen verschiedene Workshops auf dem Programm, die unterschiedliche Aspekte der Intervention im sportlichen Umfeld beleuchteten. Die Teilnehmenden arbeiteten unter anderem zu emotionalen Dynamiken in Interventionsfällen, zur Gesprächsführung in schwierigen Situationen, zum Selbstschutz von Ehrenamtlichen in belastenden Momenten, zum Umgang mit Gewalt unter Jugendlichen sowie zu den rechtlichen Rahmenbedingungen. Viele Teilnehmende hoben hervor, wie praxisnah und alltagsorientiert diese Angebote gestaltet waren und wie direkt sie im Verein eingesetzt werden können.
    Für Sportkreis und Sportjugend war die Teilnahme am Bündnistreffen ein wichtiger Baustein der eigenen Arbeit im Themenfeld Kindeswohl. Die Vernetzung mit Fachstellen, der Austausch mit anderen Sportkreisen und die Aktualisierung rechtlicher und fachlicher Kenntnisse werden als wertvoller Beitrag für die Weiterentwicklung betrachtet. Die Verbände betonen, dass Vereine zunehmend auf klare Strukturen, fundierte Unterstützung und leicht zugängliche Informationen angewiesen sind, um ihrer Verantwortung gerecht werden zu können.
    Zum Abschluss wurde das zweijährige Bestehen des Bündnisses Safe Kids gefeiert. Beim gemeinsamen Resümee zeigte sich, wie stark das Netzwerk in kurzer Zeit gewachsen ist und welche Bedeutung ein vertrauensvoller Austausch für die tägliche Praxis im Verein hat. Der Sportkreis Bergstraße bedankt sich für die professionelle Organisation und die Einladung zur aktiven Teilnahme.
    Michael Kärchner