MET verfügt über ein großes und modernes Produktionsgelände, dass erweitert werden soll, und beschäftigt geschultes Fachpersonal aus vielen Nationen, sowie eine durchgehend laufende Produktion.

Die in Abtsteinach verwendeten 14 Anlagen zur Faserherstellung sind jeweils bis zu 70 Meter lang. Eine davon kostet ca. vier Millionen Euro. Eine Maschine kann bis zu 180 Einzelfäden in einem Bündel von je sechs bis acht Fäden produzieren. Auf eine Spule wiederum werden bis zu 5000 Meter eines Fadenbündels aufgedreht. Ein Kunstrasenplatz benötigt 2000 solcher Spulen, somit kommen auf ein einziges Fußballfeld 800 Millionen Fasern. Der Inhaber Jürgen Morton- Finger, Dipl-Ing. plastics engineering und Managing Director führte durch den Vormittag. Nach seiner sehr informativen Präsentation über den Werdegang und die Entstehung der Firma stellte er, anhand einer ökologischen Kosten- Nutzen Aufstellung die verschiedenen Rasen (Kunst, Hybrid, Tenne und Natur) gegenüber.

Ein Kunstrasen ist zu jeder Jahreszeit sehr gut nutzbar, man muss ihn nicht düngen oder in der Form pflegen wie Naturrasen. Auch kann er bis zu 2000 Stunden im Jahr – und damit weit mehr als ein normaler Rasenplatz – beansprucht werden. Eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 Jahren sei ein weiterer Vorzug. Allein in Europa sind im vergangenen Jahr über 5000 Felder auf diese Weise gebaut worden, im Jahr 2000 waren es erst 1500.

Die größten Abnehmer sind USA, Canada, dann folgt Europa, aber auch Länder wie Brasilien, Russland, Indien, China

Ein kurzer Film verdeutlichte die Herstellung des Kunstrasensystems und die Verlegung solcher Kunstrasen in Stadien.

Nach der theoretischen Darstellung begab sich die Gruppe, geführt von Hr. Morton- Finger auf einen Firmenrundgang. Hier wurden die einzelnen Maschinen und die verschiedenen Materialien erläutert. Auch hier legte Hr. Morton- Finger Wert darauf, dass alle Beteiligten seine Begeisterung für seine Firma nachempfanden. Es wurde die unterschiedliche Beschaffenheit und die Farben der Fasern erörtert, die Fäden für ein Baseballfeld sind abweichend von den Fußballfeld-, Rugby-, Hockey-,Landschaftsfäden- Fäden. Jegliche Fäden und Granulate wurden von den Beteiligten genauestens unter die Lupe genommen.

Unter anderem stellt MET, technisches Monofilament für die Verpackungsindustrie, Beton Armierung und medizinischen Anwendungen her.

Der Rundgang endete in der Sicherheits- und Qualitätsprüfung, es wird eine höchstmögliche Qualität garantiert, dies ist ein Leitfaden der Firma, z.B.: um den Einfluss der Sonnenbestrahlung (UV Licht) zu simulieren und die notwendigen Schutzmechanismen in die Faser einzubauen, wurde mit aufwendigen Freiland Simulationen die UV Beständigkeit der Fasern getestet. So wurde mit einer Test Methode aus der Automobil Industrie, eine Freilandbewetterung von 10 Jahren simuliert. Diese Tests sind zwar sehr kostenintensiv (bis zu 70.000 € für eine Testreihe), stellen aber sicher das man später (nach 10-15 Jahre Einsatz im Sportbereich ) keine bösen Überraschungen erlebt.

Großen Wert wird auf permanente Neuentwicklungen und Nachhaltigkeit gelegt, ebenso ist ein wichtiger Zukunftsmarkt die Wiederverwertung von Recycelten Materialien, so hat die MET Lösungen erarbeitet um Fasern aus alten Kunstrasen Sportfelder wieder zu verwenden. Nach einer kurzen, aber dennoch impulsiven Diskussionsrunde beendete Hr. Morton- Finger seinen Vortrag.

Werner Klug, Umweltbeauftragter des Sportkreises Bergstraße bedankt sich bei Hr. Morton- Finger für den lehrreichen, informativen und interessanten Tag, sowie bei seiner Frau, die im Hintergrund ständig präsent war und für unser leibliches Wohl sorgte .Als äußeres Zeichen des Dankes, wurde ein außergewöhnliches Weinpräsent überreicht, dies bestand aus dem Königinnen Wein Heppenheimer Riesling-Spätlese trocken, ausgebaut von Charlotte, der amtierenden Bergsträßer Weinkönigin 2016/17. Bericht: Andrea Rettig Bild: Alexandra Rettig

 

Der Sportkreis Bergstrasse e.V. bedankt sich für die tatkräftige Unterstützung.